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Wo knirscht der Sand im Getriebe der Verwaltung?

Die Qualität einer Regierung auch im Bezirk Tempelhof-Schöneberg zeigt sich insbesondere in der Krise. Rot-Grün hat, unter Billigung der Linken, über Jahre hinweg den Zustand in essenziellen Bereichen der Verwaltung verharmlost. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Reinhard Frede kommentiert dazu exklusiv:


Die Berliner Bezirksverwaltungen klagen allesamt über latenten Personalmangel. Die Jugendämter können nicht die vorgesehenen Öffnungszeiten anbieten und die Bauämter kommen mit der Bearbeitung von Bauanträgen und mit der Sanierung von Schulen nicht hinterher.


Zum 3. Mal in Folge waren in Berlin die Zahl der Baugenehmigungen rückläufig. Viele Stellen in der bezirklichen Verwaltung sind nicht besetzt:

In Tempelhof-Schöneberg betrifft das insbesondere das Amt für Stadtentwicklung, wo mehr als ein Dutzend Mitarbeiter fehlen. Wenn Stellen aus finanziellen Gründen nicht zu besetzen sind, weil qualifizierten Bewerbern für die Positionen Bauingenieur, Sozialarbeiter oder Amtsarzt anderswo deutlich höhere Gehälter angeboten werden, gäbe es die Möglichkeit, sog. "Erfahrungsstufen" vorab zu gewähren.


Je nach Anzahl der vorab gewährten Stufen wären das leicht monatlich 500 bis 600 € zusätzlich. Bei Mangelberufen (z. B. bei Lehrern oder IT-Experten) ist das so üblich, um den Einkommensunterschied zu den Beamten zu mindern.


Der Finanzsenator erlaubt die Vorabgewährung von Erfahrungsstufen auch für andere Mangelberufe. Allerdings muss der Amtsleiter für Personal und Finanzen die Stellen zuerst ohne den "Bonus" ausschreiben.


Wenn es daraufhin nicht möglich ist, geeignete Bewerber (Bauingenieur, Sozialarbeiter, Amtsarzt, Lehrer. IT-Experte) zu finden, darf erst ab dem 2. Versuch neben dem geringen Anfangsgehalt die Vorabgewährung von Erfahrungsstufen angeboten werden.


Dieses Verfahren ist unnötig kompliziert und hindert die bezirklichen Verwaltungen daran, ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern!

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